War Twitter vor dem Kauf durch Elon Musk einigermaßen erträglich, wurde es danach immer schlimmer und schlimmer. Zuerst schaffte Twitter/X die API-Schnittstelle ab. Somit funktionierte meine App Tweetbot nicht mehr. Die zeigte mir einfach chronologisch alle Tweets der Personen an, denen ich folgte. Mit dem erzwungenen Wechsel auf die Twitter-App wurde einem der Algorithmus von Twitter aufgedrückt. Jeder Tweet von Menschen, denen ich bewusst nicht folgte, und der mir dennoch reingepresst wurde, fand ich nicht nur nervig, sondern oft auch verletzend gegenüber anderen, rassistisch oder einfach nur dümmlich. Ich scrollte durch die „Folge ich“-Timeline und war mir nicht mehr sicher, ob mir Tweets nicht doch vorenthalten wurden. Das hatte unmittelbar Auswirkung auf meine Stimmung. Twitter wurde einfach nur noch ätzend.

Aber da war ja noch mein Mastodon-Account. Angelegt im Jahr 2017. Sporadisch und oft auch nur per Crossposting befüllt, lief er lange Zeit nebenher. Ende 2023 postete ich den bislang letzten Tweet auf X.

Nun nach zwei Jahren kann ich sagen: Es ist eine Erleichterung. Ich sehe die Posts von den Menschen, denen ich auch folge. Die Diskussionen sind angenehmer. Posts werden einem nicht aufgedrängt. Ja, mache Diskussionen finden dort nicht statt. Aber das muss ja nichts schlechtes sein. Zumindest hat man nicht jedes Mal einen Puls von 180, weil einem wieder irgendein Mist in die Timeline gespült wurde.

Kürzlich drückte Michael Blume genau das in einem Post auf Mastodon aus:

Post by @BlumeEvolution@sueden.social
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Aus diesem Grund schreibe ich jetzt auf diesem Block öfters mal über Mastodon und das Fediversum. Als Gedächtnisstütze und Link-Sammlung für mich und andere. #AbandonX #LeaveX